Nachhaltige Unterstützung für den König der Ilz

Nur um wenige Fischarten drehen sich ähnlich viele Mythen und Legenden wie um den Huchen. Die natürliche Verbreitung dieser Fischart ist auf das Donau-Einzugsgebiet begrenzt, darum wird der Huchen auch als Donaulachs bezeichnet. Ein Fluß mit natürlichem Vorkommen ist u. a. die Ilz, die auch als schwarze Perle des bayerischen Waldes beschrieben wird.

Wie in vielen heimischen Gewässern, sind die Bestände dieses Ureinwohners in den letzten Jahrzehnten leider deutlich geschrumpft. Im oberen Bereich der Ilz und vor allem in der Mitternacher Ohe, ein renaturierter Zufluss, sind regelmäßig Fänge möglich. Auch in unserer Strecke gibt es noch eine Population, die bei Bestandskontrollen auch immer wieder eigene Reproduktionen nachweisen lässt. 

Als begeisterter Huchenfischer möchte ich diese Population schützen und nachhaltig aufbauen. Nach vielen Gesprächen mit Fachleuten und nächtelangem Durchforsten von Fachliteratur war mir schnell klar, dass dies am Besten mit naturnaher Aufzucht in der Ilz selbst möglich ist. Vor zwei Jahren habe ich daher begonnen, 10.000 Hucheneier (im Augenstadium) in einer schwimmenden Holzkonstruktion (siehe Fotos) selbst aufzuziehen. Die Hucheneier habe ich mir 2018 und 2019 jeweils Mitte Mai besorgt und bis Anfang Juni „betreut“. In diesem Zeitraum wurden die abgestorbenen Eier täglich aussortiert und der Kasten von Schwemmgut befreit. Nach ca. drei Wochen hatten die kleinen Huchen das Dottersackstadium abgeschlossen und wurden in die Freiheit entlassen. 

Der Erfolg war mehr als überraschend! Von den ca. 10.000 Stück habe ich jeweils in den drei Wochen weniger als 250 abgestorbene Eier aussortieren müssen. Dieses Jahr werden wir das Projekt weiterführen und auch mit einer Bestandskontrolle überprüfen, wie sich die Huchen in den letzten beiden Jahren in der Ilz entwickelt haben. 

Gemeinsam mit unserem Partner Johann Rosenstingl ist uns eines aber wichtig: Dieses Projekt darf nicht zu Lasten unseres sehr guten Bachforellen- und Äschenbestandes gehen! Darum haben wir auch vor zwei Jahren 50.000 Nasenbrütlinge gesetzt. Diese haben sich sehr gut entwickelt und werden wohl selbst bald für Nachwuchs sorgen. Wir wollen der Nase auch weiterhin mit zusätzlichen Besatzmaßnahmen unter die Flossen greifen J

Jetzt hoffen wir darauf, dass bei der geplanten Bestandskontrolle ein schöner Bestand an Junghuchen zum Vorschein kommt. 

www.ilz-fliegenfischen.de

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